Darmgesundheit – Lebenswichtige Darmbewohner

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Aus dem Gleichgewicht gebracht

Ein falscher Lebensstil, Reisen und/oder verschiedene Medikamente können das harmonische Zusammenspiel der Bakterien im Darm empfindlich stören. So zum Beispiel kann bereits die einwöchige Einnahme eines Antibiotikums die Zusammensetzung und Aktivität der Bakterien im Darm auf drastische Weise verändern. Durch diese Veränderungen werden die „guten“ Bakterien verdrängt und „schlechte“ Bakterien können sich ausbreiten.

Auch wenn jeder einzelne Mensch ein einzigartiges Besiedelungsmuster an Bakterienstämmen aufweist, geht man davon aus, dass vor allem probiotische Bakterien, wie Lacto- und Bifidobakterien besonders wichtig für die Gesundheit sind. Eine Bakterienflora, die “gut gepflegt, behandelt und genährt“ wird, ist die beste Voraussetzung für das körperliche und geistige Wohlbefinden.

Ausreichend hoch dosieren

Voraussetzung für die positive Wirkung ist jedoch, dass die Bakterien (Probiotika) lebend, in ausreichender Zahl und regelmäßig aufgenommen werden. Es empfiehlt sich daher die Einnahme standardisierter Bakterienpräparate, die speziell gezüchtete, robuste Bakterienstämme enthalten, welche in der Lage sind den Angriff der Verdauungssäfte größtenteils zu überstehen.

Wichtig! Wenn Bakterienpräparate gleichzeitig mit Antibiotika eingenommen werden, muss immer ein zeitlicher Abstand von zwei bis drei Stunden zur Antibiotika-Einnahme eingehalten werden.

Bakterien brauchen aber auch die richtige Nahrung

Optimal vermehren sich die „guten Keime“ im Darm, wenn ihnen zusätzlich Nahrung angeboten wird, dies ist die Aufgabe der so genannten Präbiotika. Sie sorgen dafür, dass die „kleinen Untermieter“ gedeihen, sich wohlfühlen und somit die Verdauung optimal regulieren können. Durch eine Kombination von Pro-und Präbiotika (z.B. Inulin) wird die spezifische Vermehrung lebenswichtiger Bakterien unterstützt und deren Aktivität und Vermehrungsfähigkeit gefördert. Aber auch die reichliche Zufuhr ballaststoffreicher Lebensmittel (z.B. Zwiebelgewächse, Schwarzwurzeln, Artischocken, Spargel, Zichorie, Roggen, Weizen, Hafer, Banane und Äpfeln) bringt den Darm in Schwung.

Positiver Effekt schon lange bekannt

Interessant ist, dass die Idee, die Darmflora „von außen“ positiv zu beeinflussen, bereits Anfang des letzten Jahrhunderts entstanden ist. Der russische Forscher Ilja Iljitsch Metschnikoff (1845-1916) führte das hohe Alter der bulgarischen Bevölkerung auf deren Ernährungsgewohnheiten zurück, denn deren Speiseplan enthielt unter anderem viel Joghurt und andere angesäuerte oder vergorene Speisen. Schon damals hat man vermutet, dass der regelmäßige Verzehr von Lactobazillen (Bulgarischer Bazillus) einen positiven Effekt auf die Gesundheit hat. 1908 erhielt Ilja Iljitsch Metschnikoff für seine „Arbeit auf dem Gebiet der Immunität“ den Nobelpreis für Medizin.

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